Oborniki-Besucher 2018 Drucken
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 Die Gipfelstürmer aus Oborniki auf dem Brocken
  

Sommer, Sonne, Schüleraustausch

Von der Sonne verwöhnt war die Woche, die sechzehn Schülerinnen und Schüler des Liceums Oborniki, polnische Partnerschule der Robert-Koch-Schule, im Oberharz verbrachten. Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer, Isia Tajkiewicz  und Lila Komorowska auf polnischer und Thomas Gundermann auf deutscher Seite, freuten sich, dass von abendlicher Brockenwanderung über Untertageführung, Weimarausflug und abschließendem großen Waldspiel alles reibungslos durchgeführt werden konnte. Die polnischen Gäste bekamen von der Universitätsstadt und der herrlichen Umgebung den denkbar besten Eindruck, der ein oder andere äußerte gar die Überlegung, an der TU studieren zu wollen. Zwischen allerlei Vergnüglichem wurde auch feste gearbeitet: geistig an einem Filmprojekt zum Thema „Alltag anders“ - Stefan Klockgether, der die RKS als Referenzschule Film betreut, gab gute Anregungen, die von den Jugendlichen witzig und nachdenklich in kleine Clips umgesetzt wurden. Körperliche Arbeit waren Sportnachmittag mit – natürlich! - Völkerball  und der Gang auf den höchsten Berg des Harzes, der  auf dem Gipfel mit malerischer Fernsicht, auf dem Rückweg mit Myriaden von Mücken bestach. Nachdenklich die Stimmung nach einer Fahrt nach Weimar: hier wurde die Gruppe mit der dunklen und der lichten Seite Deutschlands konfrontiert – die Bestialität Buchenwalds stand in grellem Kontrast zum romantischen Weimar, wo auf Schritt und Tritt so ziemlich alle deutschen Geistesgrößen ihre Spuren hinterlassen haben. Gerade hier wurde jedem klar: die in beiden Ländern in eine gewisse Krise geratene Austauschpädagogik hat ihre Bedeutung, um auch im Ansatz entstehende irrationale Nationalismen nicht zu bedenklichen neuen Gräben werden zu lassen. Das große Ziel, dass alle Menschen Brüder werden – so sangen es die Jugendlichen auf dem abschließenden Waldspiel – ist nur in Trippelschritten zu erreichen: zu lernen, Gast zu sein und  zu lernen, ein guter Gastgeber zu sein, auch wenn Verständigung und Gewohnheiten den gemeinsamen Alltag nicht immer einfach machen, ist nicht der geringste Schritt in diese richtige und wichtige Richtung.  Die Robert-Koch-Schule, die im Mai zur Europaschule ernannt wurde, geht konsequent den Weg der Verständigung, sei es über ihr Europacurriculum oder sei es über die Austauschfahrten: Der Besuch der Polen aus der Nähe von Wroclaw wird im Herbst durch die jetzigen Gastgeber beantwortet.
TGd
 
 
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